Prusa 3D-Drucker

Der tschechische Hersteller Original Prusa zählt zu den bekanntesten Marken im Bereich der Einsteiger- und Maker-3D-Drucker. Die Geräte haben sich als durchaus innovativ und äußerst beliebt in der Community erwiesen. Prusa gilt als Vorreiter für diverse neue Funktionen und Technologien.

Original Prusa 3D-Drucker Übersicht

Anfänge über das RepRap-Projekt

Die ersten beiden Generationen der Original Prusa 3D-Drucker waren ein Teil des RepRap-Projekts. RepRap steht für Replicating Rapid-prototyper, also eine selbst replizierende Maschine für die Prototypenfertigung. Drucker aus diesem segment können Bauteile / Ersatzteile des Druckers mit der Maschine selbst anfertigen und sich somit ?vermehren?. Der bekannte Prusa i3 gehört zur dritten Generation dieser Drucker und wurde, wie der Name verrät, wurde der 3D-Drucker von Josef Prusa entwickelt, dem Gründer der später entstandenen Firma Prusa Research s.r.o. Die erste Generation trug den Namen Prusa Mendel und erschien 2009. Die zweite kam heraus im Jahr 2011 und wurde schlicht Prusa Mendel (iteration 2) genannt.

Original Prusa i3 FDM / FFF 3D-Drucker

Im Frühjahr 2012 kamen dann die Infos für den Original Prusa i3 heraus. Wie bei RepRap-, bzw. Open Source Projekten üblich wurden alle Informationen der CAD-Dateien frei verfügbar online gestellt. Der Original Prusa i3 war ein einfacher FDM, bzw. FFF 3D-Drucker (Fused Deposition Modeling, bzw. Fused Filament Fabrication). Die Änderungen im Design waren größtenteils die diagonalen Querstangen waren aus Aluminium gefertigt wodurch die Philosophie sich leicht änderte weg von den 3D-druckbaren, replizierbaren Teilen, hin zum Fokus für die einfache Massenproduktion.

Original Prusa i3 MK2 FDM / FFF 3D-Drucker

Der im Mai 2016 veröffentlichte Prusa den MK2 3D-Drucker. Das Gerät kam mit neuen Schrittmotoren mit integrierten Spindeln (leadscrews), automatischer Druckbettkalibrierung und eine neue Druckoberfläche. Die damals neue Marlin Firmware kam vorinstalliert auf dem Rambo controller board. Der Prusa i3 MK2 war der erste Drucker des RepRap Projekts der Windows Plug-and-Play USB ID unterstützte. Der i3 MK2 war ein großer Erfolg. Das Gerät erzeugte den Namen und das positive Image, das die Firma auch heute noch genießt. Der Drucker wurde gleichzeitig als Kit / Bausatz und als fertig montierte Version verkauft.

Original Prusa i3 MK2S FDM / FFF 3D-Drucker

Über einen Blogbeitrag im März 2017 kündigte Josef Prusa eine verbesserte Version des MK2 an. Der neue MK2S führte einige Neuheiten ein, wie beispielsweise eine bessere und reibungslosere Mechanik dank neuer Führungen und Lager. Zusätzlich wurde das Kabelmanagement aufgeräumt und einige Halterungen und Abdeckungen verbessert. Für den älteren MK2 gab es ein Upgrade-Kit, welches die Features des Druckers nachrüstbar machten.

Original Prusa i3 MK3 und MK2.5 FDM / FFF 3D-Drucker

Der im September 2017 veröffentlichte MK3 des Original Prusa i3 war ein großer Schritt nicht nur für das Unternehmen, sondern auch die gesamte 3D-Druck Branche. Prusa gilt als Innovationsführer, da der Hersteller immer wieder mit einem äußerst attraktiven Preis-, Leistungsverhältnis glänzen kann und Features bietet die es so vorher noch nicht gab. Zu den neuen Features des MK3 zählen eine stabilere Y-Achse, einen neuen Materialvorschub (Feeder) mit einem original Bondtech Dual-Drive System, leisere Lüfter von Noctua, eine verbesserte Druckbettnivellierung, ein neues Mainboard namens Einsy, leisere Schrittmotoren von Trinamic, und ein magnetisches, flexibles Druckbett mit zwei verschiedenen Beschichtungen (PEI-coated). Die Idee des MK3 Updates war es 3D-Druck einfacher und verlässlicher zu machen für Anfänger und Einsteiger, sodass die Frustration, bzw. die Einstiegshürde deutlich reduziert wurde. Der MK3 3D-Drucker bietet einige Features zu Prozesskontrolle und verhindert / senkt damit die Zahl der fehlgeschlagenen Drucke. Die Features des MK3 konnten auf vorherige Drucker (MK2 und MK2.5) nachgerüstet werden mithilfe eines Upgrade Kits.

Original Prusa i3 MK3S FDM / FFF 3D-Drucker

Anfang 2019 wurde der Original Prusa i3 MK3S veröffentlicht zusammen mit dem Multi Material Upgrade der zweiten Generation. Das Upgrade brachte einige kleinere Verbesserungen mit ich, wie ein neuer, verlässlicherer Filamentsensor, ein Leistungsstärkerer Feeder (Materialvorschub) und eine allgemein leisere Arbeitslautstärke des Druckers.

Original Prusa SL1 MSLA 3D-Drucker

Der Prusa SL1 war die erste Variation des Unternehmens die auf eine vollständig andere Technologie setzt. Der SL1 wurde auch nicht von Prusa selbst entwickelt, sondern über eine andere Firma aufgekauft. Die MSLA (Masked-Stereolithographie) ist eine kostenreduzierte Version der Standard Stereolithographie (SLA). Ein Kunstharz, bzw. Resin wird gezielt Schicht für Schicht ausgehärtet und aufeinander aufgebaut. Im Anschluss an den Druck wird der Druck mit der CW1 (Cure und Washing Machine 1) gewaschen, getrocknet und ausgehärtet. Der SL1 bietet eine hohe Oberflächenqualität für kleine Bauteile im privaten oder semi-professionellen Bereich.

Original Prusa Mini FDM / FFF 3D-Drucker

Ende 2019 gab Prusa bekannt, das sie eine verkleinerte, preisgünstige Version ihrer FDM 3D-Drucker veröffentlichen. Der Prusa Mini bietet viele der Funktionen der größeren Drucker zu einem attraktiven Einstiegspreis. Insbesondere Maker, Bastler, Einsteiger und der Hobby-Bereich profitieren von dieser Version des beliebten Druckers.

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