Stützendes 3D-Druckmaterial wird laut Definition auch Supportmaterial genannt. Die Eigenschaft dieser Kategorie an Materialien ist es sich im Anschluss eines Druckes möglichst leicht entfernen zu lassen, sodass die Nachbearbeitung auf ein Minimum reduziert wird.

Bei vielen Dual Extruder 3D-Druckern wie dem Ultimaker 3 oder S5 werden zwei separate Druckdüsen verwendet. Hier kann die primäre Düse für das Hauptmaterial genutzt werden und die sekundäre (zweite) Düse für das Stützmaterial. Bei 3D-Druckern wie beispielsweise dem Prusa i3 MK2,5S oder Prusa i3 MK3S können über das Multi-Material-Upgrade der zweiten Version auch bis zu fünf verschiedene Filamente gleichzeitig verarbeitet werden. Eins dieser Filamente könnte dabei ein Stützmaterial sein.

Stützmaterial Filamente gibt es beispielsweise als wasserlösliches Material in Form von PVA (Polyvinylalkohol) oder auch BVOH (Butenediol Vinyl Alkohol CoPolymer). Diese Kunststoffe lassen sich unter normalem Leitungswasser rückstandslos auflösen. Sofern der Abguss an eine übliche Wasseraufbereitungsanlage (Klärwerk) angeschlossen ist kann das entstandene PVA-Wasser im Haushaltsüblichen Abguss entsorgt werden.

Je nach Drucktemperatur des Hauptmaterials kann entschieden werden welches Stützmaterial geeignet ist. Sollte es sich um PLA, PET(G) oder ähnliches handeln sind wasserlösliche PVA oder BVOH Filamente problemlos anwendbar. Bei Hochtemperaturmaterialien wie ABS oder PC (Polycarbonat) müssen andere Materialien verwendet werden. Hier bieten wir beispielsweise Breakaway Support von Ultimaker oder auch Polysupport von Polymaker an viele Anwender verwenden in solchen Fällen auch HIPS (High-Impact Polystyrene). Diese Materialien müssen aber manuell entfernt werden, da sie sich nicht in Wasser zersetzen.

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