Zugfeste 3D-Druckmaterialien beschreiben Filamente und Resins welche eine erhöhte Tensile Strength (Zugfestigkeit oder Zerreißfestigkeit) aufweisen. Dieser Wert wird in der Regel in MPa (Mega Pascal) angegeben. Ein durchschnittliches PLA erreicht dabei einen Wert von ca. 45 MPa. BASF Innofil3Ds PAHT CF15, also ein Polyamid (Nylon) mit Kohlefaserverstärkung kommt hier schon auf einen Wert von 170 MPa.

Zugfestigkeit spielt immer dann eine Rolle, wenn ein Bauteil einen gewissen Stress aushalten soll, bzw. gedehnt wird. Eine große Rolle spielt dabei natürlich auch die Ausrichtung des Druckobjektes. Bei einem SLA oder DLP 3D-Drucker sind die Bauteile annähernd Isotropisch. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, das das Bauteil wenn es bricht nicht entlang der Schichtlinien sondern nahezu zufälllig brechen würde. Ein im FDM 3D-Druck gefertigtes Bauteil ist meistens weniger Isotropisch (Anisotropisch).Das bedeutet es würde vermutlich entlang der Schichtlinien eher reißen als quer zu den Schichtlinien. Aus diesem Grund ist auch die Orientierung des Bauteils wichtig zu berücksichtigen für ein Zugfestes Bauteil. Die hier aufgeführten Materialien bieten aber eine ohnehin verbesserte Schichthaftung sodass diese Phänomen reduziert wird.

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