Ultimaker 3D-Drucker

Der niederländische Hersteller Ultimaker zählt seit einigen Jahren zu den bekanntesten und erfolgreichsten Marken im FDM (Fused Deposition Modeling) 3D-Druck. FDM bzw. FFF (Fused Filament Fabrication; ist ein Synonym für FDM) bezeichnet das Aufschmelzverfahren, bei dem ein fester Polymerkunststoff über eine Druckdüse erhitzt, aufgeschmolzen und systematisch abgelegt wird. Das Produktportfolio von Ultimaker ist vielseitig und bietet für die verschiedensten Zielgruppen und Anwendungsfälle die passende Lösung. Im folgenden finden Sie einen Überblick über die aktuellen und ehemaligen 3D-Drucker von Ultimaker.

Ultimaker 3D-Drucker Übersicht

Ultimaker Original und Ultimaker Original+

Der Ultimaker Original war der erste Drucker von Ultimaker. Überwiegend wurde dieses Modell als Bausatz verkauft, es gab ihn allerdings auch in der bereits vormontierten Version. Der Ultimaker Original verfügte über einen ikonischen Holzrahmen welcher dem Drucker einen unverwechselbaren Look gibt. Bis heute ist der Ultimaker Original ein beliebter 3D-Drucker für Einsteiger, nicht zuletzt dank des günstigen Preises. Die ersten Ultimaker 3D-Drucker wurden Ende 2011, Anfang 2012 ausgeliefert.
Wenig später veröffentlichte Ultimaker den Original+. Das ?Plusmodell? bat einige Vorteile gegenüber dem Vorgänger. Beispielsweise wurde ein beheiztes Druckbett und eine stärkere Hauptplatine verbaut. Einige Zeit lang gab es auch ein Upgrade-Kit um die neuen Funktionen auf ältere Ultimaker Original Modelle nachzurüsten.

Ultimaker 2, Ultimaker 2 Go und Ultimaker 2 Extended

Im Jahr 2014 folgte mit dem Ultimaker 2 das vermutlich wegweisendste Produkt in der Firmengeschichte des Unternehmens. Der neue Drucker wurde ausschließlich als fertig montierte Version ausgeliefert und etablierte sich schnell als defacto Nonplusultra im Desktop 3D-Druck. Die neuen, weißen Acrylic Panels, das Drehrad für die Steuerung und die gesamte Mechanik und die Aufhängung des Druckkopfes wurden teilweise bis zum heutigen Tag in Ultimaker 3D-Druckern so beibehalten. Das bewährte und zuverlässige System eignete sich hervorragend um es auf verschiedene Größen zu skalieren. Aus diesem Grund brachte Ultimaker auch bereits Anfang 2015 auf der CES in Las Vegas den Ultimaker 2 Extended und Ultimaker 2 Go heraus. Die Extended Version erhielt einen um 10cm vergrößerten Bauraum in Z-Richtung und wurde dank des großen Erfolgs auch bei späteren Geräten so fortgesetzt. Der Ultimaker 2 Go war ein kleiner, handlicher Drucker, welcher mit einem Add-On sogar als Rucksack transportiert werden konnte. Dank des kleinen ?Footprint? (also wenig Raum- sowie Platzbeanspruchung) und des verhältnismäßig geringen Preises wird der Ultimaker 2 Go bis heute von Makern und Bastlern für verschiedenste Projekte verwendet. 

Ultimaker 2+ und Ultimaker 2 Extended+

Exakt ein Jahr nach der Veröffentlichung des Ultimaker 2 Extended folgte die ?Plus?-Version der Maschinen auf der CES 2016. Die Firma überschritt zu diesem Zeitpunkt bereits die 100-Mitarbeiter-Marke. Ähnlich wie schon beim Ultimaker Original+ bot auch der Ultimaker 2+, bzw. Ultimaker 2 Extended+ einige Vorteile und weitere Verbesserungen. Diesmal wurde insbesondere der Feeder verbessert. Eine 5-zu-1 Zahnradübersetzung sorgte dafür, dass der Materialvorschub noch zuverlässiger lief und eine größere Auswahl an Filamenten druckbar wurden. Zusätzlich bewirkte der Olsson-Block eine kleine Revolution. Druckdüsen konnten nun mithilfe eines einfachen Steckschlüssels ausgetauscht werden. Durch dieses Feature konnten Druckdüsen mit verschiedenen Düsendurchmessern und Düsenmaterialien realisiert werden. Bis heute ist der Ultimaker 2+ ein verlässlicher Drucker im Single-Extrusion 3D-Druck Bereich.
Auch für den Ultimaker 2+ gab es ein sogenanntes ?Extrusion Upgrade Kit?, welches ein Aufrüsten des Ultimaker 2 ermöglichte.

Ultimaker 3 und Ultimaker 3 Extended

Ende 2016 kam es dann auf einer Präsentation des jungen Unternehmens in New York zu einer weiteren Disruption. Der Ultimaker 3 und Ultimaker 3 Extended ermöglichten damals erstmals einen erschwinglichen Dual-Extrusion 3D-Druck. Dank eines ausgeklügelten Wechselsystems wird eine Druckdüse angehoben, sodass immer nur eine Düse gleichzeitig mit dem gedruckten Modell in Kontakt ist. Somit wurden 3D-Drucke mit mehreren Materialien in hoher Qualität und fairem Preis erstmals möglich. Zusätzlich bietet der Ultimaker 3 auch diverse Komfort Features wie beispielsweise eine automatische Druckbettkalibrierung, eine Webcam und einen Netzwerkanschluss. Über den Dual-Extrusion 3D-Druck können verschiedene Farben, verschiedene Materialien oder auch wasserlösliche Stützmaterialien verarbeitet werden. Das hier erstmals verwendete Printcore System bietet kinderleichte Druckdüsen bzw. Hotend Austausch ohne Werkzeuge oder Verletzungsgefahr.

Ultimaker S5

Im Frühjahr 2018 folgte danach der nächste logische Schritt für den Hersteller. Der Ultimaker S5 war nicht nur die Einführung der ?Studio?-Line, sondern bot auch zum ersten Mal einen deutlich größeren Bauraum und einen intuitiven Touchscreen für die Bedienung. Des Weiteren kann der S5 an der Vorderseite mithilfe der verbauten Glastüren geschlossen werden. Dies, in Kombination mit einem neuen gehärteten Printcore und einigen Verbesserungen der Materialzufuhr, sorgt dafür, dass industrielle Kunststoffe wie beispielsweise Glasfaser oder Kohlefaser (Carbon), gefüllte PA?s (Polyamid / Nylon) oder auch Filamente wie PC-ABS (Polycarbonat ? Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer) druckbar sind. Erweitern lässt sich der Ultimaker S5 mit der Material Station und dem Air Manager. Beide bieten sinnvolle Ergänzungen für industrielle Anwender, die einen reibungslosen Ablauf und verlässliche, wiederholbare Ergebnisse benötigen.

Ultimaker S3

Als neuestes Modell stellte Ultimaker im Herbst 2019 den Ultimaker S3 als Nachfolger für den Ultimaker 3 vor. Der S3 bringt die ?Studio?-Funktionen des Ultimaker S5 in den kleineren Rahmen des Ultimaker 3. So ist im Vergleich zum Ultimaker 3 beispielsweise das Druckbettleveling deutlich präziser, die Glastür standardmäßig vorhanden und die Materialführung mit einem Filamentsensor ausgestattet. Ähnlich wie bereits der Ultimaker S5 unterstützt der S3 auch die Ultimaker Material Alliance, ein Programm für Druckmaterialhersteller. Über die Material Allianz können vorgefertigte Druckprofile für verschiedene Kunststoffe heruntergeladen werden wodurch die Einstiegshürde in den 3D-Druck weiter reduziert wird. Insbesondere für Anfänger, Einsteiger oder auch diejenigen, die gerne viele verschiedene Filamente ausprobieren, ist dies eine enorme Erleichterung.

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