6 unterschätzte Vorteile des 3D-Drucks für Ihre Lieferkette - Teil 1

Nicht jedes Werkstück oder Produkt eignet sich für die Herstellung durch die additive Fertigung. Muss es auch nicht, aber warum? Denn der 3D-Druck wird und soll nie mit dem Skaleneffekt von Massenproduktionen konkurrieren können.

Allerdings wird der 3D-Druck von Jahr zu Jahr immer leistungsfähiger und neue Anwendungsfelder werden erschlossen. Eine Möglichkeit für viele Unternehmen und Konzerne ist die Anpassung der Lieferkette durch die 3D-Drucktechnologie. Laut einer Gartner Studie nutzen bereits in diesem Jahr 38% der Supply-Chain-Manager die Technologie. Und 47% planen den 3D-Druck in den nächsten zwei Jahren zu implementieren.

In diesem zweiteiligen Artikel möchten wir Ihnen insgesamt 6 Vorteile, die durch den Einsatz der additiven Fertigung für Ihre Wertschöpfungskette entstehen können, vorstellen.


1. 3D-Druck vermeidet die negativen Aspekte des Outsourcings

Unternehmen mit traditionellen Herstellungsverfahren lagern seit Jahrzehnten Teile ihrer Prozesse an andere Unternehmen aus. Dies ist meist wirtschaftliche sinnvoll. In der Zwischenzeit sind allerdings internationale Frachtkosten gestiegen und Handelszölle bzw. Strafzölle beeinflussen das Handeln, sodass die globale Logistik riskanter und teurer geworden ist.

Hinzu kommt der Zeitaufwand für Verhandlungen mit mehreren Lieferanten und unabhängigen Auftragnehmern über verschiedene Zeitzonen in diversen Sprachen. Ausgelagerte Lieferketten verlieren langsam an Glanz.

Der größte Vorteil des 3D-Drucks besteht dagegen darin, dass es sich nicht um einen isolierten Fertigungsprozess handelt. Es bietet einen End-to-End-Prozess, der als vollwertige Produktionsmethode dient. D.h., dass es nicht dem traditionellen SCOR-Modell von Planung, Beschaffung, Herstellung, Lieferung und Rückgabe folgt. So kann das Risiko bei einer Bedarfsprognose wesentlich verringert werden und die Rentabilität Ihrer Unternehmung gesichert werden.

Darüber hinaus glänzt der 3D-Druck auch bei wenig nachgefragten und langsam laufenden Produkten. Beste Beispiel ist die Ersatzteilhaltung von 7-10 Jahren für Automobilhersteller. Laut eines DHL Berichts kann die Ersatzteilhaltung mehr als 20% des ungenutzten und überschüssigen Bestands eines Unternehmens ausmachen. Dies kann ebenfalls positiv durch den 3D-Druck beeinflusst werden.

Additive Fertigung - ein Muss für jede Instandsetzungswerkstatt von produzierenden Unternehmen.
Die Nutzung des 3D-Drucks kann dazu führen, dass Sie bis zu 17% an Lagerfläche unter gewissen Umständen einsparen können.
Reduzierter Arbeitsaufwand durch die Verwendung von intuitiver Druckerverwaltungssoftware wie Cura Connect.
Die eigene Inhouse-Produktion von Ersatzteilen und Kleinserien erzeugt hohe Einsparungspotentiale.

2. Enormes Einsparungspotential für vereinfachte Lieferketten

Die versteckten Einsparungen durch die Vereinfachung der Lieferkette werden meist vernachlässigt. Nachfolgend finden Sie fünf Beispiele, wie Sie mit dem 3D-Druck noch mehr Return on Investment erzielen können:


Reduzierte Transportkosten

Viele Unternehmen versuchen immer noch den logistischen Spießrutenlauf Ersatzteile und sog. Slow Mover aus Übersee zu produzieren und zu versenden. Studien zeigen, dass durch die Installation eines 3D-Druckers im Lager für die On-Demand-Fertigung bis zu 85% an Versandkosten einzusparen sind.

Optimierung der Lagerung

Studien geben zudem an, dass durch die Konsolidierung Ihrer Slow Mover und überschüssigen Bestände bis zu 17% Lagerfläche eingespart werden können. Hinzu kommt die zusätzliche Zeitersparnis, die dadurch entsteht, dass man Arbeitsvorrat und Sicherheitsbestand nicht überprüfen und rationalisieren muss. Durch bedarfsgerecht Produktion können so weiter Lagerhaltungskosten eingespart werden.

Kostengünstige Produktion

Für einen geringen Kostenaufwand können mit Hilfe des 3D-Drucks Teile produziert werden, die denen des Spritzgießens nahekommen. Der Ultimaker S5 beispielsweise ist ein Großvolumen-Desktop-3D-Drucker, der industrielle, abrasive Verbundwerkstoffe und Kunststoffe von führenden Materialanbieter extrudieren kann. Darüber hinaus ist die Bedienung der Maschine innerhalb eine kurzen Schulungsphase mit allen Belangen zu erlernen. Die Nachbearbeitungszeit der Ausdrucke ist ebenfalls marginal.

Weniger Materialverschwendung

Beim 3D-Druck werden die Teile Schicht für Schicht hergestellt. Im Gegensatz zu subtraktiven Fertigungsmethoden, wie der CNC-Bearbeitung, platziert die additive Fertigung das Material nur dort, wo es benötigt wird. Weniger Materialverschwendung bedeutet weniger Transport- und Entsorgungskosten und ist gleichzeitig nachhaltiger.

Reduzierter Arbeitsaufwand

In der Vergangenheit funktionierte die Auslagerung an ausländische Fabriken, weil die Arbeitskosten billig waren. Der 3D-Druck reduziert die Abhängigkeit von dieser Variable. Tatsächlich kann eine Person eine kleine Ersatzteilproduktion direkt in Ihrem Lager betreiben. Hinzu kommt das intuitive Druckerverwaltungssoftware wie Cura Connect oder andere für eine erhöhte Betriebszeit und Zuverlässigkeit des Druckers sorgen. Nach Inbetriebnahme arbeiten die Maschinen selbstständig.


In der nächsten Woche folgt der zweite Teil mit allen weiteren Vorteilen für Sie. Falls Sie Fragen zur Implementierung der additiven Fertigung in Ihr Unternehmen haben, kontaktieren Sie unser AMS Team. Wir beraten Sie gerne.

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